+++ Eintracht Gommern krönt die Saison 2016/17 mir dem "Double", wird Kreispokalsieger und Kreismeister im KFV Jerichower Land und damit Aufsteiger in die Landesklasse +++ Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft, Trainer, Funktionäre, Sponsoren, Offizielle und Freunde des Gommeraner Fußballs +++

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Gommern krönt Saison mit dem „Double“

Der Kreismeister sichert sich auch den Kreispokal. Liga-Konkurrent Gladau hat vor 345 Zuschauern in Redekin mit 1:3 (1:3) das Nachsehen.

Kreispokalsieger Für die Gommeraner Eintracht war der Pokalsieg die Krönung einer ohnehin starken Saison, für die sich das Team bereits mit Kreismeistertitel und Landesklasse-Aufstieg belohnt hatte. 


Björn Richter

Von Björn Richter und Stefan Graf
Rund eine Viertelstunde vor dem Ende entlarvten am Freitagabend zwei unscheinbare Plastiktüten vom örtlichen Discounter die eine Eintracht dann doch. Die andere hatte zu diesem Zeitpunkt nichts mehr entgegenzusetzen. Der Inhalt der beiden Beutel kündete sodann in gelber Schrift auf blauem Stoff vom „Pokalsieger 2017“ und mit dem Abpfiff streiften sich die Gommeraner den Dress über – entgegen der Beteuerung, gänzlich unvorbereitet in dieses Finale gegangen zu sein.

Man durfte es dem Cup-Sieger nachsehen, denn zumindest die anschließenden Feierlichkeiten hatten spontanen Charakter. „Die eigentliche Saisonabschlussfeier steigt am Sonnabend, aber die Jungs haben sicher den Mannschaftsbus ein wenig aufmunitioniert, so dass es keine allzu trockene Rückfahrt werden sollte. Mal sehen, was im Anschluss noch passiert“, klärte SVE-Trainer Thomas Wilke über die Partypläne des Teams auf. Der Gegenseite war verständlicherweise nicht nach Feiern zumute. DSG-Coach Kai Weber fasste zusammen: „Gommern hat es insgesamt cleverer gelöst. Vielleicht war unser Respekt einfach auch zu groß.“

Davon ließen sich die nominellen „Gastgeber“ jedoch zu Beginn so rein gar nichts anmerken. Schon nach zwei Minuten machte sich Florian Heinemann bei einem Gladauer Eckball allzu große Gommeraner Arglosigkeit zunutze – 1:0. Der zahlenmäßig stark vertretene eigene Anhang war aus dem Häuschen, kurz darauf aber fassungslos: Nur eine Minute später deutete Schiedsrichter Stefan Huhn, der am Freitag seinen Ausstand an der Pfeife gab, auf den Elfmeterpunkt. Den berechtigten Foulstrafstoß von Janek Asamoah parierte DSG-Keeper Stefan Vocks jedoch. Wieder großer Jubel und wieder 60 Sekunden später Schockstarre: Tom Sindermann hatte nach Pass in die Tiefe von Fabian Falkenberg ausgeglichen (4.). „Das 1:1 fällt zu nach unserem Erfolgserlebnis zu früh“, bekannte Weber.

Mit frühem Anlaufen und enormer Aggressivität hatte Gladau den neuen Kreismeister bis dato etwas auf dem falschen Fuß erwischt. „So etwas haben wir uns eigentlich schon gedacht, dass Gladau diesmal nicht auf weite Bälle setzt und stattdessen vorn drauf geht“, so Wilke. Der Effekt verpuffte jedoch zusehends. Zumal sich die DSG in der Abwehr gleich zwei folgenschwere Patzer leistete: Ein Gommeraner Einwurf erreichte am langen Pfosten Felix Hoffmann, den kein Gladauer auf dem Schirm hatte. Sein abgefälschter Schuss landete bei Asamoah, der aus Nahdistanz zur Gommeraner Führung traf (16.). Dann fand erneut eine Einwurfflanke von Sebastian Kaluza den Kopf von Tobias Bea und es hieß 3:1 (31.).

Der Vorsprung gab dem vermeintlichen Favoriten die Sicherheit, die er für die zweite Hälfte benötigte. Gommern präsentierte sich als enorm abgezockte Elf, die einen Großteil der Zweikämpfe gewann, selbst etliche gegnerische Fouls provozierte und die Konterbemühungen der DSG regelmäßig in die Abseitsfalle laufen ließ. Wenngleich sich die Gäste nicht ergaben, wollte nach dem Seitenwechsel keine echte Spannung mehr aufkommen. Für den Trainer des „Double“-Siegers in erster Linie ein Verdienst der Moral seines Teams: „Ich denke, jeder ist auch für jene mitgelaufen, die im Finale gefehlt haben. Sie hatten ebenso großen Anteil am Abschluss einer perfekten Saison.“

Gladau: Vocks – Bergholz, Heinemann, P. Wesemann, Dittrich, J. Pfennighaus, Staude, Norvila, Herbst (55. Röbisch, 86. Spiess), A. Pfennighaus, D. Wesemann

Gommern: Bellach – Hildebrand (90. T. Hoffmann), Namshaa, Simon, Panwitz, Asamoah, Bea, Kaluza, Falkenberg, Sindermann (88. S. Schulz), F. Hoffmann

Tore: 1:0 Florian Heinemann (2.), 1:1 Tom Sindermann (4.), 1:2 Janek Asamoah (16.), 1:3 Tobias Bea (31.);
SR:
Stefan Huhn (Gerwisch), Michael Pieper, Gerhard Herrmann;
ZS: 345;
Gelb-Rot: Sebastian Kaluza (61., wdh. Foulspiel) -Gommern, Erik Bergholz (89., wdh. Foulspiel) -Gladau;
Bes. Vorkommnis:
Janek Asamoah verschießt Foulelfmeter (3.)